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Zitate / Geschichten
Ein Leben ohne einen Hund ist ein Irrtum
- Carl Zuckmayer -
Unter hundert Menschen liebe ich nur einen. Unter hundert Hunden neunundneunzig.
- Marie von Ebner-Eschenbach -
Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund.
- Hildegard von Bingen -
Keine Beleidigung würde mich so hart treffen, wie ein misstrauischer Blick von einem meiner Hunde.
- James Gardner -
Ich habe große Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes, er ist schneller und gründlicher als ich.
- Otto von Bismarck -
Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.
- Louis Armstrong -
Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit. Dafür schenken sie uns restlos alles was sie zu bieten haben. Es ist zweifellos das beste Geschäft, dass der Mensch je gemacht hat.
- Roger A. Caras -
Eine Welt, worin ein Hund auch nur ein einziges Mal Prügel bekommt, kann keine vollkommene Welt sein.
- Christian F. Hebbel -
Solange Menschen denken, dass Hunde nicht fühlen, müssen Hunde fühlen,dass Menschen nicht denken.
- Arthur Schopenhauer -
Der Hund ist das einzige Lebewesen auf der Erde, das Sie mehr liebt, als sich selbst.
- Josh Billings -
Hunde haben alle guten Eigenschaften der Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen.
- Friedrich der Grosse -
Mürrische Leute haben mürrische Hunde, gefährliche Leute haben gefährliche.
- Marc Aurel -
Je mehr ich von den Menschen sehe, um so lieber habe ich meinen Hund.
- Friedrich der Grosse -
Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beissen. Das ist der Unterschied zwischen Hund und Mensch.
- Mark Twain -
Einem Menschen, den Kinder und Hunde nicht leiden können, ist nicht zu trauen.
- C. Hilty -
Man kann in die Tiere nichts hineinprügeln, aber man kann manches aus ihnen herausstreicheln.
- Astrid Lindgren -
Egal wie wenig Geld und Besitz du hast, einen Hund zu haben macht dich reich.
- Louis Sabin -
Es gibt keinen besseren Psychiater auf der Welt als ein junger Hund, der Ihr Gesicht leckt.
- Ben Williams -
Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen,wie sie ihre Tiere behandelt.
- Mahatma Gandhi -
Ein gut erzogener Hund wird nicht darauf bestehen, dass Du die Mahlzeit mit ihm teilst; er sorgt lediglich dafür, dass Dein Gewissen so schlecht ist, dass sie Dir nicht mehr schmeckt.
- Helen Thomson -
Natürlich kann man ohne Hund leben - es lohnt sich nur nicht.
- Heinz Rühmann -
Wer nie einen Hund gehabt hat, weiß nicht was Lieben und Geliebtwerden heißt.
- Arthur Schopenhauer -
Ich hatte der Freunde sieben,
sechs verließen mich in schwerer Stund',
nur einer ist mir geblieben,
und dieser eine war mein Hund!
Das mir mein Hund das Liebste sei,
sagst Du, oh Mensch sei Sünde?
Mein Hund ist mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde!
Ein Brief von Deinem Hund an Dich.
Ich bin Dein Hund und es gibt eine Kleinigkeit, die ich Dir ins Ohr flüstern möchte. Ich weiß, ihr Menschen seid sehr beschäftigt. Manche müssen arbeiten, manche müssen Kinder großziehen. Immer musst Du hierhin und dorthin laufen, oft viel zu schnell und oft auch ohne die wirklich großartigen Dinge des Lebens zu bemerken. Schau einmal zu mir herunter, während Du jetzt an Deinem Computer sitzt. Kannst du verstehen, auf welche Art meine dunkelbraunen Augen in Deine Augensehen? Sie sind schon etwas trüb geworden, auch ein paar graue Haare habe ich rund um meine Schnauze. Du lächelst mich an, ich sehe es in Deinen Augen. Was siehst du in meinen? Siehst du mein Wesen? Eine Seele in mir, die Dich so sehr liebt, wie niemand sonst es könnte? Einen Geist, der Dir alle früheren Versäumnisse vergeben würde, hättest Du jetzt nur einen Moment Zeit für mich? Manchmal müssen wir so jung sterben, so schnell, manchmal so plötzlich, dass es dein Herz zerbricht. Manchmal altern wir vor Deinen Augen so langsam, dass Du es nicht einmal merkst, ehe das Ende kommt, wenn wir Dich mit ergrauten Schnauzen und katarakt umwölkten Augen ansehen. Vielleicht bin ich morgen nicht mehr hier, vielleicht bin ich nächste Woche nicht mehr hier. EinesTages wirst Du das Wasser aus deinen Augen wischen, wenn tiefer Kummer Deine Seelen füllt und Du wirst Dir Vorwürfe machen, dass Du neulich nicht "nur einen weiteren Tag" Zeit für mich hattest. Weil ich Dich so liebe, berühren Deine Sorgen meine Seele und machen mich traurig. Komm her, setz Dich zu mir auf den Boden und schau mir tief in die Augen. Komm nicht als "Alpha" zu mir oder als "Trainer"oder womöglich als "Mama und Papa"... Komm zu mir als eine lebende Seele… streich mir übers Haar, lass uns einander in die Augen sehen - und einfach "reden". Du hast einmal beschlossen, mich in Deinem Leben zuhaben, weil Du wolltest, dass eine Seele alles mit Dir teilt. Jemand, der ganz anders ist als Du -und hier bin ich. Ich bin ein Hund, ich bin lebendig. Ich habe Gefühle, ich habe körperliche Sinne. Ich kann die Unterschiede in unserem Wesen, unseren Seelen fühlen. Mit all Deinen Marotten bist Du menschlich und ich liebe Dich trotzdem. Nun komm, setz Dich zu mir auf den Boden. Komm in meine Welt und lass die Zeit langsamer laufen, wenn auch nur für 15 Minuten. Vielleicht gibt es kein Morgen für uns. Das Leben kann furchtbar kurz sein…
In Liebe, Dein Hund
Die Regenbogenbrücke
An einer Stelle der Ewigkeit gibt es einen Platz, den man Regenbogenbrücke nennt. Wenn ein Tier stirbt, das eng mit jemandem zusammengelebt hat, begibt es sich zu dieser Regenbogenbrücke. Dort gibt es Wiesen und Hügel für all unsere speziellen Freunde, damit sie laufen und zusammen spielen können. Es gibt eine Menge Futter und Wasser und Sonnenschein und unsere Tiere fühlen sich wohl und zufrieden. Alle Tiere, die einmal krank waren, sind wieder heil und stark, so wie wir uns an sie in unseren Träumen erinnern, wenn die Zeit vergeht. Die Tiere sind glücklich und haben alles, außer einem kleinen bisschen; Sie vermissen jemanden bestimmtes, jemanden, den sie zurückgelassen haben. Sie alle laufen und spielen, aber der Tag kommt, an dem eines sein Spiel plötzlich unterbricht und in die Ferne schaut. Die hellen Augen sind aufmerksam, der Körper ist unruhig. Plötzlich trennt es sich von seiner Gruppe, fliegt förmlich über das grüne Gras, seine Beine tragen es schneller und schneller.
Noch bist Du wie ein Punkt in der Unendlichkeit, doch wenn Du und Dein Freund sich dann endlich treffen, gibt es nur noch Wiedersehensfreude, die nicht enden will. Die glücklichen Küsse regnen über Dein Gesicht, Deine Hände streicheln wieder über den geliebten Kopf und Du siehst einmal mehr in die treuen Augen Deines Tieres, die Du lange nicht mehr gesehen, die Du aber niemals aus Deinem Herzen gelassen hast.
Dann geht Ihr zusammen über die Regenbogenbrücke.
(Autor unbekannt)
Der letzte Gang
Bin ich einst gebrechlich und schwach
und quälende Pein hält mich wach,
was du dann tun musst - tu es allein...
Der letzte Kampf wird verloren sein...
Dass du sehr traurig bist, verstehe ich wohl,
deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals geschehen,
muss deine Freundschaft das Schwerste bestehen...
Wir lebten gemeinsam in Jahren voll Glück!
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück...
Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei,
drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei...
Begleite mich dahin, wo ich hingehen muss,
nur - bitte bleib hier bis zum traurigen Schluss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh...
Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst du es wissen.
Es war deine Liebe, die du mir erwiesest...
Vertrauender Blick - ein letztes Mal...
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual...
Und gräme dich nicht, wenn du es einst bist,
der Herr dieser schweren Entscheidung.
Wir waren beide so innig vereint,
Es darf nicht sein, dass dein Herz um mich weint...
Ich bin nie einsam und allein, ich habe einen Freund -
und hätte er wie Menschen Tränen, hätt' er auch oft mit mir geweint.
Den Menschen hat er viel voraus, er kennt den Hass nicht und die Lügen.
Er hält auch in der Not zu dir und wird dich nie betrügen.
Ob du arm bist oder reich, das ist für ihn kein Grund.
Für ihn bist du der Allerbeste, dein bester Freund, das ist dein Hund.
......noch etwas zum nachdenken......................
Tagebuch eines Hundes
Dieses Tagebuch beschreibt das Leben vieler unglücklicher Hunde, die unüberlegt gekauft wurden. Diese unverantwortliche Menschen sind weder am Tier interessiert, noch scheuen sie sich davor, ein Tier auf die Straße zu setzten. Vielleicht haben sie auch nicht darüber nachgedacht, was das arme Tier auf der Straße durchmachen würde.
Dies ist die Geschichte, die uns diese Hunde erzählen würden, wenn sie sprechen könnten. Es ist ein Versuch, die Besitzer zu sensibilisieren und ist den Straßenhunden gewidmet.
1. Woche:
Heute bin ich eine Woche auf der Welt… Was für ein Glück auf der Welt zu sein!.
1. Monat:
Meine Mutter kümmert sich vorbildlich um mich. Sie ist eine gute Mutter.
2. Monate:
Heute wurde ich von meiner Mutter getrennt. Sie war sehr nervös und mit ihrem Blick verabschiedet sie sich, in der Hoffnung, dass sich meine neue Familie auch so gut um mich kümmern wird, wie sie es getan hat.
4. Monate:
Ich bin schnell gewachsen und ich bin sehr neugierig. Es gibt mehrere Kinder im Haus, die für mich wie meine Geschwister sind. Wir sind sehr unruhig, sie ziehen mich am Schwanz und ich beiße und schnappe sie dafür im Spiel.
5. Monate:
Heute haben sie mit mir geschimpft. Meine Besitzerin stört es plötzlich, dass ich im Haus Pipi mache, aber sie haben mir nie gezeigt, wo ich es sonst machen sollte. Außerdem schlief ich im Nebenraum und ich konnte es nicht mehr zurück halten!
8. Monate:
Was bin ich für ein glücklicher Hund! Ich habe die Wärme eines Zuhauses, ich fühle mich beschützt und sicher. Ich bin mir sicher, dass meine menschliche Familie mich liebt und gut zu mir schaut: Wenn sie am Essen sind, bekomme ich auch etwas davon. Der Garten ist normalerweise für mich, da kann ich graben wie meine Vorfahren, die Wölfe.
12 Monate:
Heute bin ich ein Jahr alt geworden. Nun bin ich ein erwachsener Hund. Meine Besitzer sagen, dass ich grösser geworden bin als sie erwartet haben. Sie müssen richtig stolz auf mich sein!
13 Monate:
Heute hab ich mich richtig schlecht gefühlt. Mein Bruder hat mir mein Ball weg genommen. Ich nehme ihm seine Spielzeuge aber nie weg, also holte ich mir den Ball wieder zurück. Leider ist mein Gebiss sehr stark geworden, so dass ich ihm ohne es zu wollen weh getan habe. Nach dem Schrecken haben sie mich angekettet, so dass ich mich fast nicht mehr bewegen kann. Und dass auch noch an der prallen Sonne. Sie sagen, dass sie mich unter Beobachtung haben und dass ich undankbar sei! Ich kann nicht begreifen, was los ist….
15 Monate:
Nichts ist mehr so wie früher…Jetzt lebe ich auf Dachterrasse. Ich fühle mich sehr einsam…Meine Familie hat mich nicht mehr lieb. Manchmal vergessen sie, dass ich Hunger und Durst habe. Wenn es regnet hab ich nichts, in das ich mich verkriechen kann.
16 Monate:
Heute haben sie mich von der Dachterrasse geholt. Sicher hat meine Familie mir verziehen! Ich war so glücklich, dass ich vor Freude rum sprang!. Und mein Schwanz wedelte um die Wette…. Und wir werden auch noch alle zusammen spazieren gehen! Wir fuhren eine Weile mit dem Auto, als sie plötzlich anhielten und die Türe aufmachten. Ich sprang fröhlich aus dem Auto, im Glauben, dass wir den Tag auf dem Lande verbringen würden. Ich verstehe bis heute nicht, wieso sie die Tür schlossen und davonfuhren. „Hey, wartet auf mich!“ bellte ich…. Sie haben mich einfach vergessen…Mit all meiner Kraft sprang ich hinter dem Auto her. Meine Panik wuchs, als sich das Auto immer mehr entfernte und sie nicht anhielten: Sie haben mich ausgesetzt.
17 Monate:
Ich habe vergeblich versucht, nach Hause zu kommen. Ich bin verloren… An meinem jetzigen Standort gibt es Leute mit einem guten Herz. Sie schauen mich traurig an und geben mir was zu Essen. Ich danke ihnen mit einem Blick aus tiefstem Herzen. Wenn sie mich doch nur adoptieren würden! Ich würde so loyal sein wie kein anderer! Doch sie sagen nur: „Armer Hund, der hat sich sicher verirrt…“
18 Monate:
Gestern lief ich an einer Schule vorbei. Ich sah viele Kinder und Jugendliche wie meine Geschwistern! Ich näherte mich ihnen, als eine Gruppe Kinder lachend Steine nach mir warfen, um zu sehen, wer besser zielte. Einer dieser Steine verletzte mein Auge so sehr, dass ich seitdem nichts mehr mit dem Auge sehe.
19 Monate:
Ich glaub es einfach nicht: Als ich noch schön und gepflegt war, wurde ich mehr bemitleidet. Jetzt bin ich sehr dünn, ich sehe nun anders aus, ich habe auch mein Auge verloren. Die Leute verscheuchen mich mit dem Besen, wenn ich mich irgendwo an einem kleinen Schattenplatz legen möchte….
20 Monate:
Ich kann mich fast nicht mehr bewegen. Als ich heute versucht habe, die viel befahrene Strasse zu überqueren, wurde ich angefahren. Obwohl ich dachte, dass ich mich an einem sicheren Ort, genannt Straßengraben, befand. Ich werde nie den zufriedenen Blick des Fahrers vergessen, der sogar direkt auf mich zufuhr, um mich anzufahren. Leider hat es nur meine Hüfte ausgerenkt, ich wäre gerne gestorben. Der Schmerz ist schrecklich. Meine Hinterbeine gehorchen mir nicht mehr. Ich schleppte mich mühevoll auf das Stückchen Gras, das neben der Strasse wächst.
Ich habe 10 Tage an der prallen Sonne, im Regen, in der Kälte und ohne zu Essen hinter mir. Ich kann mich nicht mehr bewegen, die Schmerzen sind nicht mehr aus zu halten. Ich fühle mich sehr schlecht, ich liege an einem feuchten Ort und mein Haar fängt an, auszufallen. Es gibt Leute, die an mir vorbei gehen und mich nicht mal sehen. Andere sagen zu ihren Kindern: „ Geh ja nicht näher ran!“Ich bin nun fast bewusstlos, aber eine ungewöhnliche Kraft zwang mich, die Augen zu öffnen. Die sanfte Stimme ließ mich reagieren: „Armer Hund, schau mal wie sie dich liegen gelassen haben“, sagte sie. In ihrer Begleitung kam ein Herr mit weißem Kittel, der anfing, mich an zu fassen. Nach einer kurzen Untersuchung sagte er zur Frau: „Es tut mir leid, Señora, diesem Hund kann nicht mehr geholfen werden. Es ist besser, ihn nicht mehr leiden zu lassen.“ Die nette Frau fing an zu weinen und ich versuchte, sie so gut wie möglich mit einem Schwanzwedeln und einem dankbaren Blick zu trösten. Sie wird mir Helfen, endlich meine Ruhe und Frieden zu finden. Ich fühlte den Stich der Spritze und ich schlief für immer ein, mit dem Gedanken, wieso ich auf die Welt kommen musste, wenn mich sowieso keiner will.
Das Aussetzten des Hundes ist keine Lösung. Man muss ihn erziehen. Mach nicht aus einem dankbaren Freund ein Problem.
10 BITTEN eines Hundes !!
1. Unser Leben dauert nur 10-15 Jahre. Jede für mich schmerzhafte Trennung von Dir wird für uns Leiden bedeuten. Bedenke es ehe du mich anschaffst.
2. Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir willst. Pflanze Vertrauen in mich, ich lebe davon.
3. Zürne mir nie lange und sperr mich nicht ein.
4. Du hast deine Arbeit, Deine Vergnügen, Deine Freunde -ich habe nur Dich.
5. Sprich mit mir! Wenn ich auch deine Worte nicht ganz verstehe,
so doch die Stimme, die sich an mich wendet.
6. Wisse, wie immer an mir gehandelt wird, ich vergesse es nie!
7. Bedenke, ehe Du mich schlägst, dass meine Kiefer mit Leichtigkeit Deine Hand zerquetschen könnte, dass ich keinen Gebrauch davon mache.
8. Ehe du mich bei der Arbeit unwillig schillst, träge oder faul zu sein, bedenke, vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lang der Sonne ausgesetzt oder ich habe ein altes verbrauchtes Herz.
9. Kümmere dich um mich, wenn ich alt werde. Auch Du wirst es einmal sein.
10. Gehe jeden schweren Gang mit mir. Sage nie:" Ich kann so etwas nicht sehen,"oder ....es soll in meiner Abwesenheit geschehen."
Alles ist leichter für mich - mit Dir !
Liebes Herrchen,
am Morgen bist du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt. Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich! Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub - Hurra !
Wir fuhren mit dem Wagen und Du hast am Strassenrand gehalten. Die Tür ging auf und Du hast einen Stock geworfen. Ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte, um ihn Dir zu bringen. Als ich zurückkam, warst Du nicht mehr da!
In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um Dich zu finden, aber ich wurde immer schwächer. Ich hatte Angst und grossen Hunger. Ein fremder Mann kam und legte mir ein Halsband um und nahm mich mit.
Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf Deine Rückkehr.Aber Du bist nicht gekommen.
Dann wurde mein Käfig geöffnet, nein, Du warst es nicht - es war der Mann, der mich gefunden hatte. Er brachte mich in einen Raum - dort roch es nach Tod ! Meine Stunde war gekommen.
Geliebtes Herrchen,ich will, dass Du weisst, dass ich trotz allen Leidens, das Du mir angetan hast, mich immer noch an Dein Bild erinnere. Und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte - ich würde auf Dich zulaufen, denn ich,
ICH HATTE DICH LIEB !!!
Der Kettenhund
Ich bin allein; es ist schon Nacht und stille wird's im Haus.
Dort ist ein Feuer angefacht, dort ruht mein Herr sich aus.
Er liegt im warmen Federbett, deckt bis ans Ohr sich zu,
und ich auf meinem harten Brett bewache seine Ruh.
Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht, der Wind aus Ost weht kalt;
die Kälte ins Gebein mir kriecht, ich bin ja auch schon alt.
Die Hütte, die mein Herr versprach, erlebe ich nicht mehr,
der Regen tropft durchs morsche Dach, Stroh gab's schon längst nicht mehr.
Die Nacht ist kalt, der Hunger quält, mein Winseln niemand hört,
und wüsst' mein Herr auch, was mir fehlt, er wird nicht gern gestört.
Die Nacht ist lang, zum zehnten Mal leck' ich die Schüssel aus,
den Knochen, den ich jüngst versteckt, den grub ich längst schon aus.
Die Kette, die schon oft geflickt, sie reibt den Hals mir bloß.
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück und nie werd ich sie los.
Was Freiheit ist, das lern ich nie, doch weiß ich, ich bin treu.
So lieg' ich, warte auf den Tod, denn dieser macht mich frei.
Wie konntest Du nur?
Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich Dich mit meinen Possen und brachte Dich zum Lachen. Du nanntest mich Dein Kind, und trotz einer Anzahl durchgekauter Schuhe und so manchem abgeschlachteten Sofakissen wurde ich Dein bester Freund.Immer wenn ich "böse" war, erhobst Du Deinen Finger und fragtest mich "Wie konntest Du nur?" - aber dann gabst Du nach und drehtest mich auf den Rücken, um mir den Bauch zu kraulen. Mit meiner Stubenreinheit dauerte es ein bisschen länger als erwartet, denn Du warst furchtbar beschäftigt, aber zusammen bekamen wir das in den Griff.Ich erinnere mich an jene Nächte, in denen ich mich im Bett an Dich kuschelte und Du mir Deine Geheimnisse und Träume anvertrautest, und ich glaubte, das Leben könnte nicht schöner sein. Gemeinsam machten wir lange Spaziergänge im Park, drehten Runden mit dem Auto, holten uns Eis (ich bekam immer nur die Waffel, denn "Eiskrem ist schlecht für Hunde", sagtest Du), und ich döste Stundenlang in der Sonne, während ich auf Deine abendliche Rückkehr wartete. Allmählich fingst Du an, mehr Zeit mit Arbeit und Deiner Karriere zu verbringen - und auch damit, Dir einen menschlichen Gefährten zu suchen. Ich wartete geduldig auf Dich, tröstete Dich über Liebeskummer und Enttäuschungen hinweg, tadelte Dich niemals wegen schlechter Entscheidungen und überschlug mich vor Freude, wenn Du heimkamst und als Du Dich verliebtest. Sie, jetzt Deine Frau, ist kein "Hundemensch" - trotzdem hieß ich Sie in unserem Heim willkommen, versuchte Ihr meine Zuneigung zu zeigen und gehorchte Ihr. Ich war glücklich, weil Du glücklich warst.Dann kamen die Menschenbabys, und ich teilte Deine Aufregung darüber. Ich war fasziniert von ihrer rosa Haut und ihrem Geruch und wollte sie genauso bemuttern. Nur dass Du und Deine Frau Angst hattet, ich könnte ihnen wehtun, und so verbrachte ich die meiste Zeit verbannt in einem anderen Zimmer oder in meiner Hütte. Oh, wie sehr wollte auch ich sie lieben, aber ich wurde zu einem "Gefangenen der Liebe". Als sie aber größer waren, wurde ich ihr Freund. Sie krallten sich in meinem Fell fest, zogen sich daran hoch auf wackligen Beinchen, pieksten ihre Finger in meine Augen, inspizierten meine Ohren und gaben mir Küsse auf die Nase. Ich liebte alles an ihnen und ihre Berührung - denn Deine Berührung war jetzt so selten geworden - und ich hätte sie mit meinem Leben verteidigt, wenn es nötig wäre. Ich kroch heimlich in ihre Betten, hörte ihren Sorgen und Träumen zu, und gemeinsam warteten wir auf das Geräusch Deines Wagens in der Auffahrt.Es gab einmal eine Zeit, da zogst Du auf die Frage, ob Du einen Hund hättest, ein Foto von mir aus der Brieftasche und erzähltest Geschichten über mich. In den letzten Jahren hast Du nur noch mit "Ja" geantwortet und das Thema gewechselt. Ich hatte mich von "Deinem Hund" in "nur einen Hund" verwandelt, und jede Ausgabe für mich wurde Dir zum Dorn im Auge. Jetzt hast Du eine neue Berufsmöglichkeit in einer anderen Stadt, und Du und Sie werdet in eine neue Wohnung ziehen, in der Haustiere nicht gestattet sind. Du hast die richtige Wahl für "Deine" Familie getroffen, aber es gab einmal eine Zeit, da war ich Deine einzige Familie.Ich freute mich über die Autofahrt, bis wir am Tierheim ankamen. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Angst, nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest die Formulare aus und sagtest "Ich weiß, Sie werden ein gutes Zuhause für sie finden". Mit einem Achselzucken warfen sie Dir einen gequälten Blick zu. Sie wissen, was einen Hund oder eine Katze in "mittleren" Jahren erwartet - auch mit "Stammbaum". Du musstest Deinem Sohn jeden Finger einzeln vom Halsband lösen, als er schrie "Nein, Papa, bitte! Sie dürfen mir meinen Hund nicht wegnehmen!" Und ich machte mir Sorgen um ihn und um die Lektionen, die Du ihm gerade beigebracht hattest: über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortung, und über den Respekt vor allem Leben. Zum Abschied hast Du mir den Kopf getätschelt, meine Augen vermieden und höflich auf das Halsband und die Leine verzichtet. Du hattest einen Termin einzuhalten, und nun habe ich auch einen.Nachdem Du fort warst, sagten die beiden netten Damen, Du hättest wahrscheinlich schon seit Monaten von dem bevorstehenden Umzug gewusst und nichts unternommen, um ein gutes Zuhause für mich zu finden. Sie schüttelten den Kopf und fragten "Wie konntest Du nur?". Sie kümmern sich um uns hier im Tierheim so gut es eben geht. Natürlich werden wir gefüttert, aber ich habe meinen Appetit schon vor Tagen verloren. Anfangs rannte ich immer vor ans Gitter, sobald jemand an meinen Käfig kam, in der Hoffnung, das seiest Du - dass Du Deine Meinung geändert hättest - dass all dies nur ein schlimmer Traum gewesen sei... oder ich hoffte, dass es zumindest jemand wäre, Interesse an mir hätte und mich retten könnte. Als ich einsah, dass ich nichts aufzubieten gegen das vergnügte Um- Aufmerksamkeit- Heischen unbeschwerter Welpen, ahnungslos gegenüber ihrem eigenen Schicksal, zog ich mich in eine ferne Ecke zurück und wartete. Ich hörte ihre Schritte als sie am Ende des Tages kam, um mich zu holen, und trottete hinter ihr her, den Gang entlang zu einem abgelegenen Raum. Ein unangenehm ruhiger Raum.Sie hob mich auf den Tisch und kraulte meine Ohren und sagte mir, es sei alles in Ordnung. Mein Herz pochte vor Aufregung, was jetzt wohl geschehen würde, aber da war auch ein Gefühl der Erleichterung. Für den Gefangenen der Liebe war die Zeit abgelaufen. Meiner Natur gemäß war ich aber eher um sie besorgt. Ihre Aufgabe lastet schwer auf ihr, und das fühlte ich, genauso wie ich jede Deiner Stimmungen erfühlen konnte. Behutsam legte sie den Stauschlauch an meiner Vorderpfote an, während eine Träne über ihre Wange floss. Ich leckte ihre Hand, um sie zu trösten, genauso wie ich Dich vor vielen Jahren getröstet hatte. Mit geübtem Griff führte sie die Nadel in meine Vene ein. Als ich den Einstich spürte, wie die kühle Flüssigkeit durch meinen Körper lief, wurde ich schläfrig und legte mich hin, blickte in ihre gütigen Augen und flüsterte "Wie konntest Du nur?". Vielleicht verstand sie die Hundesprache und sagte deshalb "Es tut mir ja so leid". Sie umarmte mich und beeilte sich mir zu erklären, es sei ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass ich bald an einem besseren Ort wäre, wo ich weder ignoriert noch missbraucht noch ausgesetzt werden könnte oder auf mich alleine gestellt wäre - einen Ort der Liebe und des Lichts, vollkommen anders als diese irdische Ort.Und mit meiner letzten Kraft versuchte ich ihr mit einem Klopfen meines Schwanzes zu verstehen geben, dass mein "Wie konntest Du nur?" nicht ihr galt. Du warst es, mein geliebtes Herrchen, an den ich dachte. Ich werde für immer an Dich denken und auf Dich warten. Möge Dir ein jeder in Deinem Leben so viel Loyalität zeigen.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Wir möchten Sie dazu ermutigen, "Wie konntest Du nur?" zu veröffentlichen und so mitzuhelfen, die verbreitete Vorstellung von Tieren als "entsorgbar" zu ändern und vor Augen zu halten, dass der Entschluss, ein Tier in eine Familie aufzunehmen, eine Verpflichtung bedeutet, welche für die Lebensdauer des Tieres anhält! Jim Willis Mit freundlicher Genehmigung von Jim Willis